DdM f M 008 27 Interdisziplinärer Workshop am 23. Mai 2014 im Unipark Nonntal mit Impulsvorträgen von Monika Meister (Theaterwissenschaft, Universität Wien) und Claudia Bosse (Regie/Choreographie, Wien)

Chöre des antiken Theaters müssen das moderne (Bühnen-)Bewusstsein zwangsläufig irritieren, evozieren sie doch eine Statik der Dramaturgie und zugleich Beweglichkeit in der Choreographie, die sich dem theatralischen Kommunikationssystem psychologischer Darstellung und dynamischer Handlungsmotivierung entzieht. Ein Blick in die Geschichte des Theaters seit der Antike zeigt, dass der Chor in der Aristotelischen Poetik und Rhetorik an Bedeutung verliert beziehungsweise einer Entmachtung ausgesetzt ist und seine Funktionen - wirkungsästhetisch ausdifferenziert - der inneren Spannung des Ethos überantwortet werden. Könnte man nun vermuten, dass sich dieser Prozess in der frühen Neuzeit bis hin zur Gesinnungsethik des bürgerlichen Trauerspiels weiter verfolgen lässt, evozieren die vielfältigen Theaterkulturen des 17. und 18. Jahrhunderts eher ein Spannungsfeld: Neben der zunehmenden Abwesenheit des Chores überdauern darin ältere Traditionen oder sind umso spektakulärere Comebacks dramatischer Chöre auszumachen. Die Frage nach der Identität von Stimmen und Figuren im epischen und postdramatischen Theater belegt die ungebrochene Wirksamkeit dieses Spannungsfeldes.

Choreographer and dancer Jeff Friedman in Muscle Memory (1994).  Photo by Steven Savage.

Choreographer and dancer Jeff Friedman in Muscle Memory (1994). Photo by Steven Savage.

An international Performance Symposium; Workshop

2. Mai 2014 ab 13 Uhr, 3.Mai 2014 ab 10 Uhr

Tanzstudio (Raum Nummer 2.105), Universität Salzburg, Unipark Nonntal; Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg

 

2. Mai 2014, 20 Uhr- Performance /Performance-Lecture

SEAD, Schallmooser Hauptstraße 48a, 5020 Salzburg,

Projektleitung: O.Univ.- Prof.Dr. Claudia Jeschke
Mitarbeiterin: Dr. Sandra Chatterjee
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF, Projekt Nr. P24190)
Projektzeitraum: 01.03.2012 - 28.02.2015

Vom 25. bis 29. Mai 2016 findet das vierte Rothenfelser Tanz-Symposium zum Thema "Italien und der Tanz – Tanz in Italien, italienischer Tanz in Europa 1400-1900 - Für Barbara Sparti (1932-2013)" in Zusammenarbeit mit den Derra de Moroda Dance Archives an der Universität Salzburg statt. Tagungsort ist Burg Rothenfels am Main. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

pdf Datei Einladung

 

Rapture and Rupture Workshop, Vorträge/Performance und Diskussion with Nayana Bhat (Salzburg, SEAD), Georg Lechner (München), Cynthia Ling Lee (Los Angeles), Claudia Jeschke (Universität Salzburg), Anna Wieczorek (Universität Salzburg) and Sandra Chatterjee im Unipark Nonntal

Tanzstudio (Raum Nummer 2.105), Universität Salzburg, Unipark Nonntal
Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg

Donnerstag, 11.4.2013, 18 Uhr: Vorträge, Performances

Freitag, 12.4.2013,
11 Uhr-13 Uhr: Workshop
14 Uhr -16 Uhr: Roundtable Diskussion

22.-23. Juni 2012

Workshop im Tanzstudio im Unipark Nonntal mit Fahim Amir, Boris Ceko, Nicole Haitzinger, Lisa Hinterreithner, Astrid Peterle, Clemens Peck, Helmut Ploebst und Susanne Wegener.

25.-26. November 2011

Universität Salzburg, Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg, Tanzstudio

Konzeption: Claudia Jeschke, Nicole Haitzinger
Produktion: Irene Brandenburg, Elisabeth Hirner
Veranstalter: Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft mit Unterstützung von Wissenschaft und Kunst

In einem tänzerischen „Museum auf Zeit“ werden aktuelle Re-Stagings in Auseinandersetzung mit Anderem / Anderen im 19. Jahrhundert in Hinblick auf ihre mimetisch-korporalen Tradierungen und ihre energetisch-physischen Dimensionen vorgestellt. Der im neuen Tanzstudio inszenierte Gedächtnisraum präsentiert historische Materialien aus den Derra de Moroda Dance Archives zur Konstruktion von Alteritäten; in ihm werden ihre Kontexte befragt, Kurzvorträge von Fachleuten (u.a. Christopher Laferl und Ralph Poole) integriert, wie auch die vielschichtigen Möglichkeiten des Transfers von „Einst und Anderswo“ in die Gegenwart aus der Perspektive von zeitgenössischen Künstlern/Künstlerinnen (Alexander Deutinger, Sabina Holzer, Amanda Piña, Linda Samaraweerová) diskutiert.

Installation

Irene Brandenburg, Sibylle Dahms, Mark Franko, Nicole Haitzinger, Elisabeth Hirner, Claudia Jeschke, Juliet Neidish in Kooperation mit dem interuniversitären Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Universität Mozarteum Salzburg, 28. November 2010)