opfermann

Die Derra de Moroda Dance Archives (DdMDA) in Salzburg gehen auf die Tänzerin, Choreographin, Tanzpäda­gogin und Tanzpublizistin Friderica Derra de Moroda (1897–1978) zurück, die ihre weltweit bekannte Bibliothek 1975 dem damaligen Institut für Musikwissenschaft (heute Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft) der Universi­tät Salzburg vermachte. Seitdem steht die Sammlung, die im Laufe der Jahrzehnte sukzessive ausgebaut wurde, für Forschung und Lehre zur Verfügung.


Sibylle Dahms: Derra de Moroda (PDF)

Tanz tradiert und reformiert sich über Körper als Archive wie über Archive als Orte, die immer auch von Körpern handeln, und die der sammelnden wie rezipierenden Körper bedürfen. In diesem Sinn sind Archive zeitgenössisch. Ihre Bedeutung gewinnen sie u.a. aus der Beobachtung, dass in der Tanzgeschichte immer dann vermehrt mit der Denkfigur wie dem Ort des Archivs umgegangen wird, wenn sich Umbrüche des Tanzes/Wissens andeuteten oder manifestierten.