Das Archiv als schwarze Sonne

Man betritt den Raum und die großen schwarzen Sonnen, die etwas Magisches an sich haben, stechen einem sofort ins Auge. Bei näherer Betrachtung merkt man, dass diese „Sonnen“ aus Worten bestehen. Scheinbar unendliche viele Wörter, die einen quasi in den Bann ziehen und denen man nicht entkommen kann.  „Dance“, „Science“, „Derra de Moroda“, „Room“, „Space“, „Time“ und viele mehr dringen ins Gedächtnis. Man wird neugieriger, tastet sich an das Gewirr an Strahlen näher heran, möchte mehr Worte entziffern und in sich aufnehmen. Man kommt sich wie in einem Archiv vor. Dort ist man zwar auf den ersten Blick nicht von Worten umgeben, doch von Bücherrücken, Briefen, Bildern und vielem mehr, das man erforschen kann und das man wissensdurstig aufnimmt.

Lia Perjovschi, Mind map on foam 1cm
Weiterlesen

how to not fall asleep during a lecture

21. April 2016, ca. 18:00. Ich sitze im Halbdunkel und lausche Vorträgen über Archive und Archivierung in einer Veranstaltungsreihe des Tanzquartiers Wien. Internationale Vortragende nähern sich dem Thema aus unterschiedlichsten Richtungen an: Wie werden bestehende Archive digitalisiert? Wie hoch ist die Gefahr von transpirierenden Körpern für Museumsobjekte? Wie können sich TänzerInnen und ProgrammiererInnen (Creative Coder) einander nähern? Welche Erschließungstiefe wird bei der Archivierung von Rosalia Chladeks Nachlass erreicht?

Weiterlesen