Stimme als Er-Innerung

 

Dear Valeska,…

Eine Hommage an die Tänzerin, Schauspielerin und Kabarettistin Valeska Gert, eine Ausnahmeerscheinung im Berlin der 1920er Jahre. Sie konnte kreischen wie ein Baby, fluchen wie eine Hexe und den Tod auf der Bühne imitieren. Mit ihrem weiß gepuderten Gesicht, den roten Lippen und kohlschwarzen Haaren erinnerte sie mehr an eine groteske Kunstfigur, als an eine elegante Tänzerin (die sie auch vehement nicht sein wollte). Aber wer steckte hinter dieser Maske? Wer war die Frau, an die Eszter Salamon ihre Liebesbriefe richtet? Weiterlesen

Wie klingt eigentlich Bewegung?

Soliman

Ausstellungsansicht Ania Soliman. Bild: SN/mdm salzburg/rainer iglar

Eigentlich wird Bewegungsnotation nach Laban in Linien und Schraffuren ausgeführt (davon kann man in der Ausstellung einige Beispiele sehen), doch Anja Soliman entschied sich in ihrer großformatigen Interpretation für eine flächige Variante mit verschiedenen Farben. Der dadurch entstehende grafische Eindruck erinnerte mich tatsächlich viel weniger an Laban, als an etwas anderes, was ich zunächst jedoch nicht einordnen konnte. Wo hatte ich das schon einmal gesehen? Weiterlesen

Artists Talks: Sergei Tcherepnin spricht über die technischen Bestandteile seiner Installationen

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Im folgenden Videoausschnitt erklärt Sergei Tcherepnin im Rahmen der Artists Talks am 19. März 2016 die Funktionsweise von Signalumwandlern, die in Verbindung mit den berührungsempfindlichen Oberflächen einen mehrfach verwendeten Bestandteil in seinen Arbeiten darstellen. In seiner Installation im Museum der Moderne ermöglicht diese Technik die Aktivierung seiner Komposition.

Link zum YouTube Video

„Bringing visual objects to life“: Sergei Tcherepnins Installation

Die interaktive Installation des US-amerikanischen Künstlers und Komponisten Sergei Tcherepnin generiert eine Verbindung zwischen Musik, bildender Kunst und Bewegung, die unter Einbeziehung des Betrachters mit einer vorgegebenen Choreografie und der Verwendung von berührungssensitiven Oberflächen entsteht.

Inspiriert von musikproduzierenden Skulpturen, der performativen Inszenierung von Exponaten und tänzerlosen Balletten wie Stravinskys Feu d’artifice, nutzte Tcherepnin seine Zeit in den Derra de Moroda Dance Archives, um die Rekonstruktionen des Ballets Russes Werks Jeux zu studieren. Die fünf hängenden Abbildungen von männlichen Basketball Spielern als Blickfang der Installation greifen hierbei die im Stück verarbeitete zeitgenössische Thematik eines codierten Tennisspiels auf, jedoch verzichtet Tcherepnin auf den Versuch einer persönlichen Rekonstruktion des Balletts.

Sergei Tcherepnin posiert vor seinem Projekt im Museum der Moderne Salzburg. (c)wildbild

Sergei Tcherepnin posiert vor seinem Projekt im Museum der Moderne Salzburg. (c)wildbild

Mit einer Stoppuhr und den auf einem vorliegenden Dokument abgedruckten Wegen erkundet der Betrachter die in der Anordnung einer Basketball Defense Zone erstellte Installation in einem zeitlich abgestimmten Rahmen, um Tcherepnins Komposition zu aktivieren. Die Verwendung von berührungssensitiven Signalumwandlern erstellt Bezüge zu Tcherepnins vorhergehenden Arbeiten wie dem Subharmonic Lick Thicket Projekt aus 2014, für das klangproduzierende Skulpturen aus Messing verwendet wurden. Ähnliche Materialien lassen sich auf den Abbildungen der Basketball Spieler sowie auf dem der Ausstellung beigesetzten Spielball vorfinden, um auf die von Tcherepnin betonte Kontinuität in seinen Arbeiten zu verweisen. In den Artists Talks beschreibt der Künstler sein Werk ebenso als experimentellen Spielplatz mit verschiedenen Möglichkeiten der Klangerzeugung.

Sergei Tcherepnin verwendet in seinen Arbeiten wiederholt Kupfer, Messing und Aluminium. (c)wildbild

Sergei Tcherepnin verwendet in seinen Arbeiten wiederholt Kupfer, Messing und Aluminium. (c)wildbild