Inszenierung des Archivs: Kunst – Musik – Tanz transmedial

Konzept für einen Ausstellungskatalog von Marianne Bäck, Nina Leeb und Larissa Weigend

  • Der Katalog sollte als Ergänzung zum Gesehenen oder als Erinnerungsstück dienen und sich an ein möglichst breites Publikum richten.
  • Titelbild: Flyermotiv mit den Worten „Kunst – Musik – Tanz“ und Derra de Moroda
  • Rückseite: Bild von Besuchenden in der Ausstellung

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Salome: Von den Skizzen zur Aufführung

Ein kuratorisches Modell für die Ausstellung von szenischen Künsten am Beispiel von Richard Strauss‘ Salome.

Am Anfang war das Chaos.
Ein roter Faden, der durch die Ausstellung führt, bestimmt die Reihenfolge, in der die Besucher die Entwicklung von der ersten Inspiration bis zum vollendeten Werk nachvollziehen können.

Interviews mit dem Regisseur/der Regisseurin, den SchauspielerInnen und Musikerinnen aber auch einfachen BühnentechnikerInnen begleiten den Besucher bei der Erkundung der Ausstellung und erklären die verschiedenen Herausforderungen und Probleme, die im Inszenierungsprozess entstanden. Die Themenfelder werden durch die Ausstellung von Inszenierungsartefaken wie Kostümen, Requisiten und Regiebüchern illustriert.

Ein persönlicher Einblick in die Projektentwicklung wird durch die Darstellung der Gedankenwelt des Regisseurs ermöglicht: Gab es Momente der Unsicherheit? Wie kann dies in Räumen umgesetzt werden? Ein Verzweiflungsraum? Inspirationsraum? Chaosraum? Verschwinden allmählich die Grenzen des Möglichen?
Gibt es einen Endraum, der wie ein Theater gestaltet ist?

SalomeKonzept

Marie-Theres Ivanov, Nina Leeb, Felix Wall, Larissa Weigend

Artists Talks: Sergei Tcherepnin spricht über die technischen Bestandteile seiner Installationen

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Im folgenden Videoausschnitt erklärt Sergei Tcherepnin im Rahmen der Artists Talks am 19. März 2016 die Funktionsweise von Signalumwandlern, die in Verbindung mit den berührungsempfindlichen Oberflächen einen mehrfach verwendeten Bestandteil in seinen Arbeiten darstellen. In seiner Installation im Museum der Moderne ermöglicht diese Technik die Aktivierung seiner Komposition.

Link zum YouTube Video

„Bringing visual objects to life“: Sergei Tcherepnins Installation

Die interaktive Installation des US-amerikanischen Künstlers und Komponisten Sergei Tcherepnin generiert eine Verbindung zwischen Musik, bildender Kunst und Bewegung, die unter Einbeziehung des Betrachters mit einer vorgegebenen Choreografie und der Verwendung von berührungssensitiven Oberflächen entsteht.

Inspiriert von musikproduzierenden Skulpturen, der performativen Inszenierung von Exponaten und tänzerlosen Balletten wie Stravinskys Feu d’artifice, nutzte Tcherepnin seine Zeit in den Derra de Moroda Dance Archives, um die Rekonstruktionen des Ballets Russes Werks Jeux zu studieren. Die fünf hängenden Abbildungen von männlichen Basketball Spielern als Blickfang der Installation greifen hierbei die im Stück verarbeitete zeitgenössische Thematik eines codierten Tennisspiels auf, jedoch verzichtet Tcherepnin auf den Versuch einer persönlichen Rekonstruktion des Balletts.

Sergei Tcherepnin posiert vor seinem Projekt im Museum der Moderne Salzburg. (c)wildbild

Sergei Tcherepnin posiert vor seinem Projekt im Museum der Moderne Salzburg. (c)wildbild

Mit einer Stoppuhr und den auf einem vorliegenden Dokument abgedruckten Wegen erkundet der Betrachter die in der Anordnung einer Basketball Defense Zone erstellte Installation in einem zeitlich abgestimmten Rahmen, um Tcherepnins Komposition zu aktivieren. Die Verwendung von berührungssensitiven Signalumwandlern erstellt Bezüge zu Tcherepnins vorhergehenden Arbeiten wie dem Subharmonic Lick Thicket Projekt aus 2014, für das klangproduzierende Skulpturen aus Messing verwendet wurden. Ähnliche Materialien lassen sich auf den Abbildungen der Basketball Spieler sowie auf dem der Ausstellung beigesetzten Spielball vorfinden, um auf die von Tcherepnin betonte Kontinuität in seinen Arbeiten zu verweisen. In den Artists Talks beschreibt der Künstler sein Werk ebenso als experimentellen Spielplatz mit verschiedenen Möglichkeiten der Klangerzeugung.

Sergei Tcherepnin verwendet in seinen Arbeiten wiederholt Kupfer, Messing und Aluminium. (c)wildbild

Sergei Tcherepnin verwendet in seinen Arbeiten wiederholt Kupfer, Messing und Aluminium. (c)wildbild