Theater als Geschichte der Gegenwart

Das Theater am Beginn des 20. Jahrhunderts ist vielfältig an Reformen und der Suche nach neuen Wegen. Ähnliches ist für den sogenannten modernen Tanz zu konstatieren. Während in der europäischen Neuzeit Tanz hauptsächlich als Kunst des Balletts mit der Theaterinstitution verbunden war, entfaltet  sich um Jahrhundertwende der sogenannte moderne Tanz als autonome und individuelle Kunstform. Dank der Kooperation zwischen den Derra de Moroda Dance Archives/Tanzwissenschaft der Universität Salzburg und dem Museum der Moderne ergibt sich eine Möglichkeit, hinter die Kulissen der Vergangenheit zu blicken. Weiterlesen

Leerstelle: Biografisches Archiv

Da sich der Biografieraum in der Ausstellung im Museum der Moderne vornehmlich mit Derra de Morodas Wirken als aktive Tänzerin und Choreografin beschäftigt, fällt auf, dass ihre Tätigkeit als Sammlerin und Wissenschaftlerin etwas aus dem Fokus geraten ist. Wenngleich diese in anderen Räumen der Ausstellung zwar unter konzeptuellen Gesichtspunkten thematisiert wird, bleibt die persönliche Geste der Sammlerin – die sich sowohl durch faszinierende Akribie als auch durch eine sehr persönliche Ordnungssystematik auszeichnet – im Biografieraum eine Leerstelle.
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Andrea Pilz und Jan-Felix Wall

Wie klingt eigentlich Bewegung?

Soliman

Ausstellungsansicht Ania Soliman. Bild: SN/mdm salzburg/rainer iglar

Eigentlich wird Bewegungsnotation nach Laban in Linien und Schraffuren ausgeführt (davon kann man in der Ausstellung einige Beispiele sehen), doch Anja Soliman entschied sich in ihrer großformatigen Interpretation für eine flächige Variante mit verschiedenen Farben. Der dadurch entstehende grafische Eindruck erinnerte mich tatsächlich viel weniger an Laban, als an etwas anderes, was ich zunächst jedoch nicht einordnen konnte. Wo hatte ich das schon einmal gesehen? Weiterlesen