Wie klingt eigentlich Bewegung?

Soliman

Ausstellungsansicht Ania Soliman. Bild: SN/mdm salzburg/rainer iglar

Eigentlich wird Bewegungsnotation nach Laban in Linien und Schraffuren ausgeführt (davon kann man in der Ausstellung einige Beispiele sehen), doch Anja Soliman entschied sich in ihrer großformatigen Interpretation für eine flächige Variante mit verschiedenen Farben. Der dadurch entstehende grafische Eindruck erinnerte mich tatsächlich viel weniger an Laban, als an etwas anderes, was ich zunächst jedoch nicht einordnen konnte. Wo hatte ich das schon einmal gesehen?

Löst man sich vom Kontext, erinnert man sich unvermutet an anderes: 2009 war ich im Lentos in der Ausstellung SEE THIS SOUND. Versprechungen von Bild und Ton und dort waren unter anderem Arbeiten von Oskar Fischinger ausgestellt, dessen gezeichnete Lichttonspuren (z.B. Tönende Ornamente, 1932) sehr ähnlich anmuten.

Jetzt stellt sich die Frage: Wie könnten Anja Solimans Arbeiten klingen?

2 Gedanken zu “Wie klingt eigentlich Bewegung?

  1. Deine Oskar Fischinger Assoziation fand ich interessant. Mich erinnern die ausgestellten Werke auch etwas an Piet Mondrian oder wenn es um Notation an sich geht, dann vielleicht an die 4 Systems von Earle Brown. Es gibt ein Bild von Rudolf Laban, auf dem im Hintergrund Formen abgebildet sind, die für mich persönlich eine große Ähnlichkeit zu Solimans Werk aufweisen. Hier der Link dazu: http://imgur.com/wTCu0pS

  2. Interessant wäre doch auch, sich an der Geräuschkulisse, die durch die Bewegung an sich entsteht, zu orientieren.
    Instrumentierung des „sound of movement“ quasi.

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